 Der Unterhändler von deutscher Seite – der „Seeteufel“ des 1. Weltkrieges, Felix Graf von Luckner (vgl. zur Person Luckners luckner-gesellschaft.de) – fand am späten Nachmittag des 16. April 1945 einen für Verhandlungen bereiteten Boden vor, wenngleich die Amerikaner zunächst allein eine bedingungslose Kapitulation im Sinn hatten. Für sie war dies die einzig akzeptable Alternative, und der Verlauf der letzten Wochen des Krieges gab den siegesgewohnten Truppen recht. Dennoch gelang es Graf Luckner, die Befehlshabenden im Stab der Division davon zu überzeugen, sich in Halle mit einem Teilrückzug der Wehrmacht zufrieden zu geben, denn eine vollständige Übergabe war mit den Deutschen nicht zu machen. Von keinerlei militärischen Notwendigkeit gedrängt, gaben die Amerikaner unter Major General Terry de la Mesa Allen nach und akzeptierten dieses „Gentlemen’s Agreement“. Ein in Bezug auf eine deutsche Großstadt einmaliger Vorgang, der Einzug in die Geschichtsbücher finden sollte. In der Vergangenheit wurde in Halle lediglich darüber diskutiert, welche Rolle den einzelnen an den Aktionen beteiligten Deutschen an der Befreiung der Stadt zukam – über den Anteil der „Timberwölfe“, letztlich hatten sie den „Finger am Drücker“ und konnten ein Bombardement wirklich verhindern!, sprach leider bislang niemand. Dies hat sich nun auf sehr erfreuliche Weise geändert.
Nähere Informationen finden Sie in dem Buch:
„Our Way to Halle – Der Marsch der ‚Timberwölfe‘ nach Halle“ von Matthias J. MaurerISBN: 3-930195-44-5 (erschienen im fliegenkopf Verlag Halle: fliegenkopf-verlag.de)
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Unser Verein organisierte die Spendenaktion, die sich letztlich erfolgreich gestaltete, als dass der erforderliche Betrag von 12.000,00 EUR gänzlich eingeworben werden konnte. Der Monetarium e.V. wurde in die Ausschreibung bzw. den Künstlerwettbewerb im Rahmen der Schaffung der „Stele für die Timberwölfe“ einbezogen. Als Steinstele geplant, machte letztlich Klaus-Friedrich Messerschmidt mit seinem Entwurf das Rennen. Eine Stahlstele fand folglich ihren Platz am Steintor und damit nahe des einstigen Hauptquartiers der amerikanischen Militärverwaltung (ehemaliges Arbeitsamt bzw. Gewerkschaftshaus). Zwei Bronzereliefs zieren den blanken Stahl. Eines zeigt das Zeichen der Division, den heulenden Timberwolf, das zweite einen Plan der Innenstadt von Halle, deren filigrane Strukturen sowie Verletzlichkeit verdeutlichend.
Wir möchten Dank sagen und gedenken: - im April 1945 wurden tausende Menschen vor dem sicheren Bombentod bewahrt; - in Halle wurde eine in Deutschland einzigartige historische Bausubstanz gerettet. Viele haben durch ihre Spende mitgeholfen und dazu beigetragen, daß die Ehrung noch zu Lebzeiten vieler Veteranen vorgenommen werden konnte.Die Einweihung des Denkmals am 11. Mai 2003 wurde gar in Anwesenheit von „Timberwölfen“ sowie des Generalkonsuls der USA, Mr. Fletcher M. Burton, vorgenommen. Herzlichen Dank sagen möchten wir allen Spendern und Unterstützern (in alphabetischer Reihenfolge): - 7eyes Entertainment KG
- Autohaus Ramlau
- Bahr, Irmgard
- Behrendt, Christiane
- Bergander, Cornelia
- Böttcher, Fritz und Waltraud
- Breitkopf, Sigrid
- Förderverein Stadtmuseum e.V.
- Freimaurerloge „Zu den fünf Türmen am Salzquell“
- Frühauf, Annemarie
- Kaupa, Werner
- KKB NetService KG
- Laws, Werner und Hannelore
- Marineverein Halle e.V.
- medipart, Bernd Göricke
- Miley, Jerome
- Muchau, Michael· pro iure e.V.
- Reservistenkameradschaft Halle
- Richwien, Dr. Gerhard
- Schobeß, Dr. Bernd
- Stallbaum, Detlef
- Steinberg, Peter
- Stützer, Manfred und Monika
- theatrale – Die freien Komödianten
- Universitätsbuchhandlung Phönix GmbH (neu: Thalia)
- Weber, Dr. Ekkehard
Nachfolgend finden Sie einige Impressionen von der Einweihung des Denkmales. Besonders hervorzuheben ist, daß an der Einweihung der Stele neben dem Generalkonsul der USA, Mr. Fletcher M. Burton, einige Veteranen der Division teilnehmen konnten. Diese werden das Ereignis in langer Erinnerung behalten. In der dem Ereignis folgenden Ausgabe des „Timberwolf Howl“, der Zeitung des Veteranenverbandes der Division, wurde ausführlich berichtet. Die Stadt Halle wurde durch das Ereignis erheblich bekannter. Das Projekt „Timberwölfe“ ist für den Monetarium e.V. damit erfolgreich abgeschlossen worden. |